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Joboffensive 2008/09

Unternehmen zahlen weniger als im Vorjahr

Artikel vom 18.11.2008, 15:10
Im Kampf um die "besten Köpfe" müssen sich die Immobilienunternehmen gegen starke Konkurrenz aus anderen Branchen durchsetzen. Ein wichtiges Argument könnten interessante Einstiegsgehälter sein. Wie viel die Branche bereit ist auf den Tisch zu legen, zeigen die Ergebnisse unserer diesjährigen Online-Umfrage zur Joboffensive, an der sich 207 Branchenunternehmen beteiligten.

Klagt die Bauwirtschaft über die oft mangelnde Ausbildungsreife ihrer Bewerber, so sieht es bei den Immobilienunternehmen anders aus: 63% der Befragungsteilnehmer sind zufrieden mit der Ausbildungssituation in Deutschland. Allein in diesem Jahr führen wir im IZ-Karriereführer für die Immobilienwirtschaft 111 immobilienwirtschaftliche Studiengänge und Weiterbildungsangebote an insgesamt 54 Hochschulen und Bildungseinrichtungen auf. Die Erweiterung des Ausbildungsangebots für Immobilienfachleute in den vergangenen Jahren scheint von den Unternehmen überwiegend positiv aufgenommen zu werden. Und fast alle halten ihre Tore und Türen für Akademiker offen.

Im Durchschnitt 34.234 Euro gibt es für Berufseinsteiger

Doch wie viel ist den Immobilienunternehmen das Wissen der Berufseinsteiger wert? Es waren etwa drei Viertel der 207 Befragungsteilnehmer bereit, konkrete Gehaltsangaben zu machen. Das überraschende Ergebnis: Trotz des Nachwuchskräftemangels und des immer wieder postulierten "War of Talents" liegen die Gehälter für Berufseinsteiger im Branchendurchschnitt in diesem Jahr insgesamt niedriger als noch 2007. Der rechnerische Durchschnitt liegt bei 34.234 Euro pro Jahr. So müssen in diesem Jahr die Berufseinsteiger mit abgeschlossener immobilienspezifischer Lehre mit einem Abschlag von 1.195 Euro auf im Schnitt 26.558 Euro Jahresbruttogehalt rechnen. Noch härter trifft es die Absolventen der Berufsakademien. Ihre Jahresgehälter sinken sogar um 1.726 Euro auf durchschnittlich 30.690 Euro. Die Jahresbruttogehälter weichen jedoch nach Abschluss und Teilbranche zum Teil erheblich von dem Gesamtmittelwert ab.

Der Bachelor wird akzeptiert, kriegt aber 3.000 Euro weniger

Bei den Hochschulabsolventen haben wir in diesem Jahr zum ersten Mal getrennte Zahlen für die Bachelorabsolventen und die Absolventen mit Master bzw. Diplom als Abschluss erfragt. Positiv fällt auf, dass der relativ neue Bachelorabschluss (drei- bis vierjähriges Studium) von mehr als drei Vierteln der Befragungsteilnehmer angenommen wird. Favoriten sind jedoch die Studienabschlüsse Master und Diplom, die erst nach einer insgesamt längeren Studiendauer von fünf bis sechs Jahren verliehen werden. Durch diese Änderung lassen sich die Gehaltsangaben für die Hochschulabsolventen nur bedingt mit denen des Vorjahres vergleichen, doch ein leichter Abwärtstrend von ca. 220 Euro lässt sich vermuten: Berufseinsteiger mit einem allgemeinen Master oder Diplom können im Schnitt mit 37.344 Euro, mit einem immobilienwirtschaftlichen Studium jedoch mit 39.846 Euro Gehalt, also ca. 2.500 Euro mehr rechnen.

Für Berufseinsteiger mit Bachelorabschluss gab es keine Vergleichswerte. Sie erhalten im Schnitt 34.102 Euro für ein allgemeines Studium bzw. 36.863 Euro für ein Studium mit Immobilienspezialisierung und damit fast 3.000 Euro weniger als die Berufseinsteiger mit entsprechenden Master- und Diplomabschlüssen. Die Spezialisierung wird mit 2.760 Euro mehr honoriert.

Die Joboffensive

Die Joboffensive ist eine Online-Befragung für den IZ-Karriereführer. 2008 haben sich 207 Unternehmen beteiligt. Im Jahr 2007 beantworteten noch 248 Unternehmen die Fragebögen. Dennoch ist die Gesamtmitarbeiterzahl mit 215.586 Beschäftigten deutlich höher als 2007 (152.700), und die Zahl der rein immobilienwirtschaftlich tätigen Mitarbeiter mit 56.194 ist fast unverändert geblieben (2007: 56.368).

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